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Refraktive Chirurgie: Operationsmöglichkeiten an den Augen

Augen-OP und Möglichkeiten einer Augenoperation: Jeder der eine Brille trägt, weiß um die Nachteile, die sich dadurch ergeben. Der Wechsel von kalt zu warm lässt die Gläser beschlagen, im Sommer schmerzen die mittleren Plastikhalterungen (Nasensteg) und hinterlassen unschöne Druckstellen, die Bügel reizen die Haut an den Ohren und hat der Träger die Brille doch mal wieder vergessen, kann der schönste Kinofilm zum Paradies für verschwommene Farben und schmerzende Augen werden.

Auch Kontaktlinsenträger sind nicht unbedingt besser bedient. Entzündete Augen, ständiges Nachkaufen der Reinigungsflüssigkeit oder auf dem Boden herumkrabbeln, um nach verlorenen Kontaktlinsen zu suchen lassen bei vielen Menschen den Wunsch nach verbesserter Sehkraft mittels Augenlaser aufkeimen.

Die refraktive Chirurgie fasst alle operativen Eingriffe an den Augen unter diesem Oberbegriff zusammen, die Kontaktlinsen oder Brille als Sehhilfe ersetzen können.

Im Einzelnen wären hier als Oberflächenverfahren PRK, LASEK, Epi-Lasik und als tiefe stromale Behandlungen LASIK, Femto-LASIK, sowie C-Ten und die Implantation von Intraokularlinsen zu nennen. Da nicht jede Methode für die Augen alle Patienten gleichermaßen geeignet ist, sollte sich im Vorfeld über die jeweilige Art der Augenlaser erkundigt werden.

Augenlaser - was bewirkt die Operation an den Augen?

Alle Operationsmöglichkeiten in der refraktiven Chirurgie haben das gemeinsame Ziel, dem Patienten die Sehkraft der Augen in dem Maße wieder herzustellen, das ein Leben ohne Brille möglich wird. Dabei wird die Hornhaut der Augen systematisch verändert, um die Brechkraft zu stärken.

Während die Brille und andere Sehhilfen nur vorübergehend für eine Verbesserung der Fehlsichtigkeit bewirken, sorgen Augenlaser für eine dauerhafte Annäherung an die gewünschte Sehkraft der Augen.

Netzhaut, Hornhaut, Glaskörper sowie die Linse der Augen bestimmen die Wellenlänge, die bei der refraktiven Chirurgie eingesetzt wird.

Trotz der Weiterentwicklungen im Bereich der Augenlaser kann nicht zu 100% garantiert werden, dass nach dem Eingriff keine Brille mehr benötigt wird.

Durch die refraktive Chirurgie werden Veränderungen an den Augen vorgenommen, die im Nachhinein nicht mehr rückgängig zu machen sind, wovon sowohl positive, wie auch negative Aspekte betroffen sind.

Augenlaser - der Eingriff für ein scharfes Bild!

Bei der Weitsichtigkeit sind die Augen des Betroffenen tatsächlich zu kurz, sodass sich erst hinter der Netzhaut die Lichtstrahlen zu einem Bild vereinen können. Dadurch wirkt das Bild unscharf, es ist nicht fertig! Bis etwa 35 Jahre kann der potenzielle Patient sich dennoch in manchen Fällen nicht über eine Beeinträchtigung des Sehempfindens beschweren, da die Linse noch über ausreichend Anpassungsfähigkeit (Akkommodation) verfügt.

Gerade im Kindesalter sollte bei einer Stärke von etwa 1,5 bis 2 Dioptrien eine Brille getragen werden, da es sonst zum Einwärtsschielen der Augen kommen kann. Der Augenlaser kann diese Sehschwäche ausgleichen, ist aber erst ab einem Alter von 18 Jahren geeignet, da bis zu diesem Zeitpunkt die Augen wachsen.

Im Gegensatz zur Weitsichtigkeit steht die Myopie (kurzsichtig), bei der die Augen zu lang gebaut sind und sich die Lichtstrahlen schon vor der Netzhaut zu einem Bild vereinen, wodurch sie unscharf wirken. Auch hier steht neben den üblichen Sehhilfen der Augenlaser für die Korrektur zur Verfügung.

Weder zu kurz noch zu lang sind die Augen bei Stabsichtigkeit. Hierbei ist die Hornhaut unterschiedlich gewölbt, wodurch ein Punkt wie ein Strich aussieht und neben der Unschärfe zusätzlich in horizontaler wie auch vertikaler Ebene verzerrt wirken kann. Ob und für welche Methode der refraktiven Chirurgie der Patient geeignet ist, klärt das Vorgespräch und die notwendigen Untersuchungen.