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Wellenfront Lasik und Wavefront Lasik: Fortschritte bei der Laseroperation

Wellenfront und Wavefront Lasik: Unser Auge hilft uns nicht nur zu sehen, es ist wie auch das Ohr der Ausgangspunkt einer Gefühlsregung - wir sehen etwas und ein Gefühl entsteht - und viele bezeichnen sie als den Spiegel der Seele. Jeden Moment unseres Lebens begleiten die Augen uns, steuern uns und senden Signale an andere.

Verschlechtert sich die Sehkraft, ist der Betroffene bemüht, dies durch Sehhilfen auszugleichen. Was aber, wenn die Fehlsichtigkeit uns derart einschränkt, nicht nur privat, sondern auch beruflich, das eine Sehhilfe nicht in Frage kommt? Dann ist der Gang zum Chirurgen oder in eine Klinik, die sich auf das Augenlasern spezialisiert hat, der nächste Schritt.

Wie in jedem Bereich unseres Lebens ist die Wissenschaft stets bemüht Fortschritte für ein besseres Endergebnis zu erzielen. Die Wellenfront LASIK oder auch Wavefront LASIK genannt, gehört zu diesen Errungenschaften des Fortschritts.

Beklagte sich vorher ein LASIK-Patient unter Umständen über Blendeffekte (Halos) oder litten unter verminderter Nacht-Sehschärfe, ist dies mit der Wellenfront LASIK nahezu kein Problem mehr. Die Augen sind wie der Fingerabdruck eines Menschen und weisen immer individuelle Kennzeichen in der „Landschaft” (Mikroebene) auf.

Wellenfront Lasik: Untersuchung mit dem Aberrometer bei der Wavefront Lasik

Was ist nun anders bei der Wellenfront LASIK, als bei der klassischen Lasik? Die klassische LASIK nimmt als Behandlungsgrundlage die Messwerte der Brille in Dioptrien, während bei der Wellenfront Lasik oder Wavefront LASIK das Aberrometer zur Diagnose der objektiven und quantitativen Abbildungsfehler der Augen verwendet wird.

Hierbei werden Lichtstrahlen in das Auge geschickt und exakt auf der Netzhaut gebündelt. Von diesem Punkt ausgehend reflektiert eine ausgedehnte Wellenfront sowohl Linse wie auch Hornhaut. Diese Lichtwelle wird durch ein Linsensystem (Linsenarray) auf eine Kamera übertragen und anschließend am Computer ausgewertet.

Ein Auge ohne Fehlsichtigkeit schickt bei der Wellenfront Lasik eine gleichmäßige Wellenfront zurück an den Aberrometer, während ein beeinträchtigtes Auge eine unregelmäßige Wavefront reflektiert. Hieraus kann der Operateur seine Rückschlüsse ziehen und die Gebiete gezielt bearbeiten.

Die Vorteile der Wellenfront Lasik bzw. Wavefront Lasik

Der Aberrometer erstellt mit einer Messung an über 250 Punkten der Augen einen „genetischen Fingerabdruck” und ermittelt somit nicht nur die Brechkraftfehler der Augen, sondern auch sogenannte Aberrationen, welche sich als Effekte darstellen, die die Qualität der Abbildung beeinträchtigen können.

Durch die exakte Darstellung der Unregelmäßigkeiten kann der Operateur bei der Wellenfront LASIK größere Flächen entsprechend verbessert abschleifen und dennoch die Hornhautabtragung weitestgehend reduzieren. Die individuelle Behandlungsmöglichkeit der Wavefront LASIK kann unter Umständen Fehlsichtigkeiten korrigieren, die mit einer Brille nicht ausgeglichen werden könnten.

Durch die Wellenfront LASIK (engl. Wavefront LASIK) wird das sogenannte „Adlerauge” angestrebt, was genau genommen als „Eulenauge” bezeichnet werden müsste, da die Verbesserungen sich größtenteils auf schwierige Lichtverhältnisse beziehen wie beispielsweise die Dämmerung. Zu der Minimierung von Blendeffekten kommt als angenehmer Nebeneffekt der Wellenfront Lasik die supernormale Sehschärfe.

Auch Menschen mit großen Pupillen und starker Kurzsichtigkeit (über 7 Dioptrien) können von der Wellenfront LASIK profitieren. Potenzielle Patienten sollten mit der Augenklinik oder dem Chirurgen die Möglichkeit der Wellenfront LASIK besprechen und abklären, ob sie dafür geeignet sind. Es ist eine noch sehr junge Behandlungsmethode, die nicht für jeden Patienten passend ist. Die Wellenfront LASIK benötigt eine zeitaufwendigere Voruntersuchung und ist daher eine größere finanzielle Belastung für den Patienten, als die konventionelle LASIK, bietet aber im Gegenzug schonendere Maßnahmen mit teilweise größeren Erfolgen.